Solo-Selbststaendige in der Krise

Solo-Selbststaendige in der Krise

Grundsicherung ist keine Hilfe für Solo-Selbstständige

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Weil viele Solo-Selbstständigen nicht die Voraussetzungen erfüllen, um Corona-Hilfen zu beantragen, bleibt ihnen oft nichts anderes als Grundsicherung. Wer in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft lebt, guckt auch da in die Röhre. Auch deshalb macht sich das NRW- Arbeitsministerum stark für die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für Solo-Selbstständige.

"Rückzahlungsforderung der Corona-Hilfe ist absurd"

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Die Pandemie-Maßnahmen treiben Mike Bachmann in die Pleite. Deshalb hat er vor Kurzem eine Petition gestaret. Erst vor zwei Jahren hat sich der Friseurmeister, Coach, Yogalehrer und Heilpraktiker selbstständig gemacht.

Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige

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Der wirtschaftspolitischer Sprecher der NRW-Landtagsfraktion der Grünen, Horst Becker, findet, dass ein steuerfinanziertes Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige und auch andere Kleinstunternehmer*innen in der Corona-Krise eine machbare und gerechte Lösung wäre. Grundsätzlich können die NRW-Landesregierung mehr bei den Corona-Hilfen drauflegen und sich dabei an Baden-Württemberg orientieren.

Wie Solo-Selbstständige ihre Forderungen durchsetzen können

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Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat der stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiter in NRW, Frank Bethke, die Forderungen der ver.di-Selbstständigen in NRW öffentlich gemacht: "Die Solo-Selbstständigen müssen genauso wie die meisten abhängig Beschäftigten behandelt werden, die in Krisenzeiten wie der Coronavirus-Pandemie durch ein soziales Netz abgesichert sind!"

Hilfen, die keine sind

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Immer wieder heißt es von der Politik, es gibt Unterstützung für die Solo-Selbstständigen. Stimmt. Aber wenn die Betroffenen die Hilfe beantragen wollen, werden sie durch die Kriterien von vorneherein augeschlossen. Oder müssen diese wieder zurückzahlen. Und meist reichen sie nicht, um die eigene Existenz zu sichern.

Mein Betrieb bin ich !

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Zwar hat die Bundesregierung am 3. Juni weitere Wirtschaftshilfen beschlossen, aber so wie es derzeit aussieht, werden die Solo-Selbstständigen davon nicht profitieren. Die ver.di-Selbstständigen protestieren dagegen, mit Hartz IV abgespeist zu werden, denn das ist keine wirkliche Hilfe. Unser Protest ist so bunt, wie die die vielen verschiedenen Berufe, die Selbstständige ausüben. Aber hört selbst.

verdi-Selbstständige fordern mehr wirtschaftliche Hilfe

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Ende Mai laufen die Soforthilfe-Programme aus. Weitere Hilfen werden laut Bundeswirtschaftsminister Altmaier aufgesetzt. Doch inwieweit Solo-Selbstständige davon profitieren? Veronika Mirschel und Gunter Haake vom ver.di-Referat Selbstständige in Berlin setzen sich dafür ein, dass die finanzielle Hilfe nicht nur verlängert, sondern dass sie so gestaltet wird, dass sie den Selbstständigen auch hilft. Und auch für die Lebenshaltung in Anspruch genommen werden darf. Selbstständige arbeiten in den verschiedensten Bereichen mit ganz unterschiedlichem Einkommen. Warum sie nicht sozial abgesichert sein sollten wie andere arbeitende Menschen, ist nur eine Frage im ver.di-Selbstständigen Podcast.

Systemrelevant und trotzdem in Existenznot

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Hebammen arbeiten nah am Menschen. Sie sind für werdende Mütter und Paare in der Zeit rund um die Schwangerschaft und nach der Geburt einer der Pfeiler für einen guten Start ins Familienleben. Seit der Coronavirus-Pandemie unterliegt aber auch die Arbeit der Hebammen massiven Einschränkungen. Zwei Hebammen berichten, wie ihr Einkommen zu zwei Dritteln weggebrochen ist, weil sie keine Kurse mehr anbieten können. Aber auch, weil Schwangere aus Angst vor Ansteckung nicht mehr zur Vorsorge kommen. Vor- und Nachsorge wird zur Quadratur des Kreises wegen fehlender Schutzkleidung. Als Allerinerziehende stehen sie aber noch vor ganz anderen Herausforderungen.

Corona Soforthilfen - Beschränkungen für Soloselbständige und Freiberufler ändern!

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Christoph arbeitet als Coach und Bildungsarbeiter. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben im zu 100 Prozent die Arbeitsgrundlage entzogen. Er hat in Schleswig-Holstein Soforthilfe beantragt. Aber wie in NRW auch, heißt es: Davon dürfen keine Lebenshaltungskosten beglichen werden. NRW rudert gerade ein bisschen zurück. Aber grundsätzlich findet Christoph die Soforthilfe nicht richtig für die Bedürfnisse von Solo-Selbstständigen angelegt. Mit seiner Petition hofft er, die Politik zu einem Umdenken zu bewegen.

Über diesen Podcast

Dieser Podcast entstand zu Beginn der Pandemie. Die Corona-Maßnahmen haben teils wie Arbeitsverbote für Solo-Selbstständige gewirkt. Die Folge: Sie hatten plötzlich weniger bis gar kein Einkommen. Die Corona-Soforthilfe war für viele Solo-Selbstständige keine Hilfe. Bis heute müssen die meisten Tausende von Euro zurückzahlen. Andere Coronahilfen konnten sie oft wegen der Kriterien nicht beantragen. Grundsicherung oder Bürgergeld war keine angemessene Lösung für die Einkommensverluste. Was die ver.di-Selbstständigen schon lange kritisieren, ist in der Corona-Krise überdeutlich geworden: die mangelnde soziale Sicherung Solo-Selbstständiger, von denen es bundesweit mehr als zwei Millionen gibt.

Im Podcast erzählen Solo-Selbstständige wie es ihnen in der Corona-Krise ergangen ist. Es kommen auch Fachleute und Politiker zu Wort. Zuletzt wurde die Petition thematisiert, die die ver.di-Selbstständigen an NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur übergeben hatten.

Nun kommen neue Folgen, in denen Solo-Selbstständige erzählen, wie es ihnen 5 Jahre nach Corona inzwischen geht.

von und mit Kathy Ziegler

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